Am neunten Tag schuf Gott die Elefanten

Immer wenn er aufs Klo ging, laß er von Gott. Dort lagen die Heilige Schrift oder Tolstoi, Rilke oder Meister Eckart. Immer fand sich auf der Fensterbank eine solche Lektüre und immer blätterte er in ihr. Wenn er Durchfall hatte, laß er besonders viel von Gott. Doch die Geschichten wollten mit der Zeit nicht so recht an ihn gehen. Sie perlten an ihm ab, wie das Wasser der Dusche gegenüber an der Elefantenhaut. Die Wand darunter – und das ist der Nachteil an der Elefantenhaut – kann mit ihr darüber nicht mehr atmen. Er war also die Wand und Gott war das Wasser oder sagen wir besser die Geschichten über ihn waren nass. Nur was war diese Haut?

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